Mein Ziel ist es, den Chesapeake Bay Retriever so nah wie möglich an deren Urtyp oder eben dem American Standard zu züchten.

 

Dieser Standard wird je nach dem von verschiedenen Züchtern verschieden intepretiert. 

So sind, meiner Meinung nach gerade in Europa sehr viele Würfe durch verschiedene Verpaarungen, welche zu einer realtiv grossen Heterogenität der Rasse geführt haben, entstanden. 

* dazu mehr im unteren Text über Zuchtstrategien *

 

Beim Betrachten verschiedener Zuchtstätten kann man teils enorme Unterschiede erkennen, was Grösse, Struktur und Muskulatur angeht.

Ebenso auch im Verhalten, dem Charakter und dem Arbeitswillen. 

Hier kommt es jeweils auf den eigenen Geschmack an, für welchen Typus man sich schlussendlich entscheidet. 

 

Meine Hunde kommen alle hauptsächlich aus der Linie von Patsy Barber ( Chesabar`s Kennel ) aus Amerika. 

Chesabars True Grit ist wohl einer der bekanntesten Hunde aus Ihrer Zucht. Einer seiner grössten Erfolge war 2011, als er Bester der Rasse an der Westminster Dog Show in New York, eine der grössten Hundeausstellungen der Welt, gewonnen hat. 

 

Ich möchte an dieser Linie und deren Hunden mit meiner Zucht anknüpfen. Das heisst, ich will schöne, dem American Standard entsprechende Hunde züchten, mit welchen man erfolgreich an Shows teilnehmen kann, sowohl aber auch als Jagd- und Arbeitshunde taugen. 

Ein Chessie sollte für mich im Haus ruhig und gelassen sein, unauffällig, jedoch bei der Arbeit mit Aufmerksamkeit, Power, Freude und einem starken Will to please. 

 

Ganz nach dem Motto: „TRUE dual purpose might be rare, but possible „


 BISS CH Chesabars True Grit ( Pond Hollow Truewithem x Chesabars Flashback ) 



Zuchtstrategien:

 

Unter Outcross/Auskreutzung versteht man die Paarung der Hündin mit einem Rüden, der, so weit man übersehen kann, mit ihr überhaupt nicht verwandt ist. Es ist also die Verpaarung fremder, nicht verwandter Tiere. Hierbei besteht die Gefahr, dass genetische Fehler überdeckt, also verschleiert werden. 

 

Diese Defekte werden rezessive weitergegeben und überraschend können Gendefekte, die von Seiten der Elterntiere genetisch getragen werden, plötzlich auftreten.

 

Man kann Glück haben und die Gene harmonieren miteinander, aber auch das Gegenteil kann der Fall sein, man bekommt dann eine sogenannte züchterische „Wundertüte“. 

Die Würfe sind oftmals sehr verschieden im Typ, in der Größe und auch verschieden im Wesen, da ist nichts Homogenes vorhanden und man kann teilweise nicht mal erkennen, dass es überhaupt Geschwister sind.

 

Als Linienzucht bezeichnet man die Paarung der Hündin mit einem Rüden aus der gleichen Familie.

Innerhalb der ersten vier bis fünf Generationen in der Ahnentafel haben sie gemeinsame Ahnen. 

 

Unter Linienzucht versteht man also die Verpaarung von Hunden mit gleichen Verwandten. 

Dadurch besteht die Möglichkeit gute Eigenschaften der Hunde zu festigen. Voraussetzung für eine Linienzucht ist ein sehr gutes Wissen über die Blutlinien und die Vorfahren im Stammbaum der Hunde. 

Linienzucht wird gerne von Zuchtanfängern negativ hingestellt, da diese noch wenig bis keinerlei Erfahrung und Wissen haben und somit in der Praxis kaum Linienkenntnisse.

 

Überlegte und gut durchdachte Linienzucht mit einem dosierten Maß an Inzucht kann sinnvoll sein um seiner Zucht ein eigenes Gesicht zu geben und sich einen gewünschten Typ, eine gewünschte Größe, einen gewünschten Charakter sowie sonstige Qualitäten und Gleichförmigkeit der eigenen Nachzucht durchzusetzen und immer wieder zu verbessern. Hierfür ist zwingend langjähriges züchterisches Wissen vom Linienhintergrund der eigenen Zuchttiere bis hin zu vielen Generationen, die schon hinten aus dem sichtbaren Stammbaum hinausfallen, notwendig.

 

Allerdings verstärkt man auch negative Eigenschaften, wenn man nicht vernünftig selektiert. Selbst wenn es sich um noch so schöne, rassetypische, leistungsstarke und wesensfeste Hunde aus erfolgreich geführten Eltern handelt, kann das Ergebnis unbefriedigend sein. Um seine Zuchtziele zu verwirklichen gehört neben einer gut durchdachten Linienzucht auch eine gnadenlose Selektion ohne Kompromisse, sollten die Ergebnisse nicht wie gewünscht ausfallen.

 

Natürlich steht an allererster Stelle die Gesundheit der Hunde. Linienzucht ist dazu gedacht, etwas zu festigen. Man setzt keine Linienzucht ein bei Verdacht auf Defekte in der Linie. Es bleibt zu berücksichtigen, dass bestimmte Anlagen und Merkmale (Positive & Negative), oftmals eine Generation überspringen, so dass die Gene der Großeltern einen besonderen Stellenwert haben und der Züchter lernt, ob sie vererbungssicher und frei von Mängeln über Generationen sind. 

Hat man sich als Züchter eine saubere Linie über Generationen herausgezüchtet kann man mit einem Outcross versuchen bestimmte Merkmale fremder Linien einzukreuzen und evtl. damit seine Linie verbessern. Dies ist in bestimmten Abständen auch erforderlich, da reine Linienzucht mit immer den gleichen Blutlinien auf Dauer zum Verlust der genetischen Vielfalt in den Linien führt.

 

Der Ausgang einer Outcross-Verpaarung ist immer ungewiss. Dadurch, dass man zu 50 % neues Erbgut einbringt, kann man sich durchaus das bereits erreichte Ziel ruinieren, es kann aber auch zu einem guten Ergebnis führen. In so einem Fall sollte man züchterisch aber in der nächsten, spätestens übernächsten Generation wieder in seine eigenen Linien zurückzugehen. Mehrere Outcross - Verpaarungen in Folge, sind meistens das Aus (s)einer Linienzucht, denn es entstehen Hunde mit sehr gemischtem Erbgut, welches eben aus den verschiedenen Vorfahren der eingekreuzten Linien stammt. Von solchen Verpaarungen sind die Erwartungen an gute Zuchtergebnisse und gute rassetypische Merkmale reine Spekulation.


Hunde welche im Pedigree meiner Hündinnen vorkommen:

 

 

Sailorsbay Felipe

 

( Sailorsbay Old Devil Moon x Sailorsbay Thunder )

 

Sailorsbay Old Devil Moon:

Internationaler Champion

Lateinamerikanischer Meister

Großer argentinischer Meister

Argentinischer Meister

American Champion

Uruguayischer Meister

Chilenischer Champion

Sieger America 's und Karibik

Sieger von Sicalam



 

 Silverbars Wind on the Bay 

 

 ( Silverbars Wind on the Water x

Chesabars My Buoy ) 

 

BIS. BISS. CH. Silverbar’s Wind on the Water

BOS Nat Specialty Show 2000

BIS. Philadelphia Kennel Club.

BOB. Westminster 2001

AOM Westminster 2000

AOM Westminster 2002



 

 

Sailorsbay Zenyatta

 

( Sailorsbay Old Devil Moon x Silverbars Wind on the Bay ) 



 

 

Sailorsbay It Had To Be You "Grettel"

 

( Chesabars True Grit x Chesabars Mini Cooper of Sailorsbay )



 

 

Chesabars Mini Cooper of Sailorsbay

 

( Chesabars Cooper Mine x Quailridges Ghirardelli Goose ) 

 

BISS.CH. Chesabar’s Copper Mine

BOB Nat Specialty Show 2005

AOM Nat Specialty Show 2009

AOM Nat Speciaty Show 2011

AOM Westminster 2003

AOM Westminster 2005

AOM Westminster 2012